Schulgleiter auf der Piste West

Laut Wikipedia war der ‚Schulgleiter-38‘ das wahrscheinlich am weitesten verbreitete Flugzeug für die Anfängerschulung in den 40er Jahren. Ein wunderschönes Exemplar dieses Oldtimers war zu Besuch in Graz und durfte im Rahmen des Ziellandewettbewerbes der Flugsportunion von interessierten und erfahrenen Piloten geflogen werden.

SG38

Im Flugzeugschlepp kam dabei unsere Piper PA18 zum Einsatz, wobei der Schlepp aufgrund der geringen Geschwindigkeit des Schulgleiters hohe Anforderungen an den Schlepp-Piloten stellte. Nur absolute Könner wie R. Resch sind überhaupt in der Lage, das Schleppflugzeug so nahe an der Mindestfahrt noch sicher zu bewegen.

Ein tolles Erlebnis für alle, und wohl besonders für die älteren Kameraden, die teilweise noch selbst ihre ersten Flugerfahrungen auf diesem Fluggerät gemacht haben.

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Prüfungsflug

Die geforderte Anzahl von Starts nach meinem ersten Alleinflug habe ich schon hinter mir, heute endlich ist der langersehnte Tag da: die praktische Prüfung steht an. Wie immer bereite ich mich auf den Flug vor, mache die Vorflugkontrolle vielleicht noch gewissenhafter als sonst. Am Startplatz erhalte ich den Flugauftrag: zwei volle Rechtskreise möchte der Prüfer sehen, dann zwei volle Linkskreise und einen Slip im Landeanflug. Kein Problem, weil schon oft geübt, trotzdem merke ich eine gewisse Nervosität, als der Schleppzug anrollt. Die Schleppmaschine zieht mich in den Himmel. Obwohl ich allein bin habe ich bei jeder Turbulenz die Stimme meines Fluglehreres im Ohr „Flügel gerade halten!“. Alles geht gut, nach dem angeordneten Slip setze ich kurz nach der Schwelle auf. Ganz ok der Flug, finde ich. Und auch meine beiden Prüfer scheinen der selben Meinung zu sein, denn nach zwei weiteren Landungen erhalte ich die frohe Botschaft: Prüfung bestanden 🙂

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Achterbahn am ‚Reiting‘

Samstag, 3. August 2013, nach dem theoretischen Teil der Streckenflugschulung am Vormittag stehe ich nun an der Startstelle der Startbahn Drei-Null in Timmersdorf. Unser Instruktor Rudi Resch ist schon gestartet und erkundet die Lage. Seinen über Funk übermittelten Rat: „Schnallts euch ordentlich an, es ist ziemlich bockig“ nahm ich wohl wahr und auch ernst, die volle Bedeutung wird mir aber erst später bewußt werden.

Wir starten. Mein Schleppi hat es offenbar eilig und fegt mit 130 km/h dahin, das ist maximale Schleppgeschwindigkeit für meine K8. Es geht nur mäßig aufwärts. Plötzlich steigt die Schleppmaschine vor mir auf wie eine Rakete. Noch bevor ich „Oha“ sagen kann hat der Aufwind auch schon meinen Flieger erfasst und beutelt mich ordentlich durch, ich habe Mühe, meine Flächen horizontal zu halten, während das Schleppflugzeug vor mir im selben Moment schon wieder nach unten aus meinem Gesichtsfeld verschwindet. Auf diese Heftigkeit war ich nicht gefasst, ich hatte ordentlich zu kämpfen um meinen Flieger unter Kontrolle zu halten. Letztendlich hielt ich es für sicherer auszuklinken und zog am gelben Hebel.

Alles wieder gut, kurz durchgeatmet, aber dann sofort die Erkenntnis: 500 Meter über Grund, das ist nicht viel… Also schnell Höhe machen! Kehrtwendung, 180° retour zurück in die Turbulenz, die mich gerade eben abgeworfen hatte. Bald hatte ich sie gefunden (oder sie mich), und es ging sofort wieder mächtig zur Sache, aber diesmal bin ich vorbereitet. Wildes Steigen im Zentrum, knapp daneben freier Fall nach unten – gut dass ich Rudis Rat befolgt hab und die Gurte stramm sitzen. Die alte K8 ächzt und knarrt bei diesem Rodeoritt, aber wir kämpfen uns durch. Bald zeigt der Höhenmesser beruhigende 1.000 Meter und ich verlasse die Achterbahn. In der Nähe finde ich einen ruhigen 1m-Bart, dort kurble ich geduldig und schaffe letztendlich den Anschluss.

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Streckenflug: Schulung in Timmersdorf

Einmal im Jahr steht bei unserem Verein fix eine Streckenflugschulung am Programm, zu der auch die Kameraden der umliegenden ASKÖ-Vereine eingeladen sind. Und wie in den vergangenen Jahren auch haben wir wieder unser Nest in Graz verlassen und sind Anfang August für ein Wochenende zu unseren Freunden in TimmAIRsdorf gezogen, die K8 und die Libelle im Schlepptau.

K8 in Timmersdorf

Leider mußten einige Kameraden kurzfristig absagen, sodass sich am Samstag Morgen weniger Teilnehmer als geplant in der zum provisorischen Schulungsraum umfunktionierten Werkstätte im Timmersdorfer Hangar einfanden. Dort referierte Kursleiter Rudi Resch detailliert und eindringlich unter anderem über das Thema „Aussenlandungen“; ein nicht unwesentlicher Aspekt, wenn man sich mit dem Steckenfliegen zu befassen beginnt.
Nachmittags gab es dann dank gutem Flugewetter Gelegenheit, erste Schnupperflüge zu unternehmen, und auch am Sonntag hatten wir ausreichend Möglichkeit zum Üben. Bei guter Thermik wagten sich die Mutigen bis Gaishorn, die Vorsichtigen blieben in der Umgebung des Eisenerzer Reichensteins. Alles in allem waren alle Teilnehmer sehr zufrieden und gingen mit dem guten Gefühl nach Hause, wieder etwas dazugelernt zu haben. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!

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Merci vielmals!

K7 im FocusAm vergangenen Wochenende waren leider alle unsere Vereinsmitglieder mit Schlepp- oder Schulungsberechtigung entweder im Urlaub oder anderwertig verhindert. So stand ich also Samstag Mittag ziemlich verlassen am Platz, den Blick sehnsüchtig gen Himmel gerichtet, hatte Alptherm doch sooo gute Steigwerte vorhergesagt 🙁
Die K8 war im Hangar im letzten Eck verparkt, keine Chance alleine zurecht zu kommen. Hilfe kam von den Kameraden der Flugsportunion. Sie haben mich beim Rangieren unterstützt und mir somit doch noch einen tollen Flugtag ermöglicht. Ein HERZLICHES DANKESCHÖN dafür an dieser Stelle!

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Jetzt aber rasch!

Regenfront im HintergrundHerrliche Thermik, permanente Aufwinde, auch ohne viel zu ‚Kurbeln‘ konnte man sich heute beinahe mühelos oben halten. Marc in der K7 und Rudi in der Libelle versuchten noch bis zuletzt das gute Steigen auszunutzen, bis der stark auffrischende Wind und die immer näher kommende Gewitterfront zur Landung mahnten. Im Hintergrund waren über Graz bereits die ersten Regenschauer zu sehen, als die Flugzeuge eiligst Richtung Hangar gerollt wurden. Das Timing war perfekt, denn keine fünf Minuten nachdem alle Flugzeuge im Hangar verstaut waren ging ein Hagelschauer über dem Platz nieder.

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Erster Alleinflug

Erstmals allein in der K7Endlich der langersehnte Tag: erster Alleinflug! Flugschüler Marc hat einen grossen Meilenstein in der praktischen Ausbildung erreicht und durfte erstmals die K7 solo fliegen.

Es war ein Sonntag mit herrlichem Flugwetter, einige Starts am Doppelsteuer waren noch zu absolvieren, dann entließ Fluglehrer R. Resch seinen Schützling in die Freiheit. Dieser meisterte seine Aufgabe mit Bravour, beim zweiten Start war von Aufregung nichts mehr zu merken und Marc schloss ’seinen‘ Tag mit einer sauberen, fast bilderbuchmäßigen, Landung ab.

Ein Tag, der ihm sicher lange in Erinnerung bleiben wird – nicht zuletzt deshalb, weil im Anschluss daran kam was kommen musste 🙂 Wie es sich gehört wurde sein ‚Sitzleder‘ von allen anwesenden Kameraden gewissenhaft schulbuchmäßig bearbeitet und für alle zukünftigen Flüge sensibilisiert…

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Eine Libelle und sonstige Begehrlichkeiten

HeuteLibelle wird verpackt wurde unsere „Libelle“ aufgerüstet, sie soll auch endlich wieder einmal in die Luft kommen. Ein klein wenig muss sie noch warten, der Höhenmesser ist noch bei der Überprüfung und muss erst noch eingebaut werden. Inzwischen legt Rudi Resch, begnadeter ‚Verpackungskünstler‘, der Libelle die Staubüberzüge an und passt auf, dass das Schätzchen keinen Schaden nimmt.

 

K7 und K8 im HangarDie alte KA7, unser Rhönadler, ist nicht so mimosenhaft, zusammen mit der Ka8 verträgt sie es ohne weiteres hüllenlos in der Halle zu stehen. Flugschüler Marc schrubbt gewissenhaft seine Platzrunden und hat schon an die 30 Starts absolviert. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis der erste Alleinflug ansteht. Und ich selbst sammle fleissig Flugstunden und übe mich im Auffinden von Bärten, was halt leider nicht immer so gelingt, wie ich es mir wünschen würde. Manchmal denke ich, ich habe ein besonderes Talent an sämtlichen Aufwinden vorbeizufliegen. Übung macht wohl hier den Meister 🙂

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So oft wie möglich

“Wenn man lange genug wartet, wird das schönste Wetter” sagt ein japanisches Sprichwort. Nun, darauf will ich mich lieber nicht verlassen. Besser so oft wie möglich am Platz sein und jede Chance zum Fliegen nutzen. Die Saison ist kurz, der Beruf lässt uns nur am Wochenende Zeit und das Wetter muss ja auch noch mitspielen.

K7 Rücksitz

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Saisonbeginn

Das Warten hat ein Ende, gestern konnten die ersten Saisonstarts durchgeführt werden. Die Jahresüberprüfungen der Schleppmaschine und unseres Doppelsitzers wurden rechtzeitig abgeschlossen, somit konnten wir das warme Aprilwetter nutzen und die K7 in die Luft bringen. Thermik war nur mäßig vorhanden, aber es war ein herrlicher Frühlingstag und es herrschte reges Treiben am Flugfeld Graz-West. Beinahe Alles, was Flügel hat, war in der Luft. Auch Marc, unser neuer Flugschüler, absolvierte seinen ersten Ausbildungsflug.

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